Deutsche Jugend-Einzelmeisterschaften 2009


Paula Deutsche Vize-Meisterin

(Bericht von Frank Wiesner)

Über die Pfingstwoche fanden wieder die Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften in Willingen (Sauerland) in den Altersklassen U10 bis U18 statt. Die KSF-Farben wurden von Paula Wiesner (U10w) und Michael Petermann (U16) vertreten, der uns leider zum Saisonende in Richtung Untergrombach verlässt.

Die Altersklassen U10 und U12 werden dabei in einem gemischten Turnier mit jeweils knapp 100 Teilnehmern über 11 Runden gespielt, wobei die Mädchen getrennt gewertet werden. Ab der U14 spielen Jungen und Mädchen getrennte Turniere mit jeweils 28 Teilnehmern über 9 Runden.

Michael legte einen furiosen Start mit 3 aus 3 hin, musste an den vorderen Brettern aber die nächsten 3 Runden Niederlagen einstecken. Nach 9 Runden standen für ihn 4,5 Punkte zu Buche, was zum 14. Platz (von 28) reichte. Die Platzierung liegt etwas unter seiner Startlistenposition, aber das Feld ist in diesem Bereich recht dicht, während die Spitze in der U16 bis DWZ 2300 geht.

Paula führte die Mädchen-Setzliste zwar mit 150 DWZ-Punkten Vorsprung an, aber die Hauptkonkurrentin Lea Maria Brandl hatte auch schon WM-Erfahrung (womit man auf einigen finanziellen Aufwand schließen kann) und dem Vernehmen nach schon einige Zeit einen starken Privattrainer. Der gemischte Modus sorgt zudem dafür, dass bis zum Schluss alles offen ist, da zu weit enteilte Mädchen von den Spitzenbrettern oft wieder „zurückgeschossen“ werden.

Paula legte eine schlechte erste Hälfte hin (3 aus 6) und spielte erst unverkrampfter, als sie den Titel schon innerlich abgeschrieben hatte. Durch den oben erwähnten ausgleichenden Effekt des gemischten Modus war sie dann vor der letzten Runde wieder punktgleich mit Lea Maria mit 6,5 Punkten, die zwischenzeitlich schon 1,5 Punkte Vorsprung hatte. Durch glückliche Fügung kam es in der letzten Runde zum direkten Duell an Brett 5. Von der Buchholz-Wertung war klar, dass nur ein Sieg für den Titel reicht. Lea Maria gab sich in dieser Entscheidungspartie keine Blöße und nach einer Ungenauigkeit, die zwei offensichtliche Züge später zu einer schlechten Stellung geführt hätte, bot Paula Remis, womit sich ihre Gegnerin den Titel (völlig verdient) sicherte.