2. Frauen-Bundesligaq
SV Stuttgart-Wolfbusch – Karlsruher SF
2.FBL · 25.1.2026 · Stuttgart-Weilimdorf · © Stefan Haas
Am letzten Januarsonntag stand das Duell der Reisepartner an. Während bei uns Jessica kurzfristig von ihrem Terminkalender ausgeknockt worden war, konnte Wolfbusch in recht guter Besetzung antreten und war nach DWZ sogar favorisiert.
| SV S-Wolfbusch | 1977 | 2½ | : | 3½ | Karlsruher SF 1853 | 1923 | 3,42 | |||
| 1 | WFM | Li, Zhuoling | 2223 | ½ | : | ½ | WFM | Haug, Mara | 1995 | 0,79 |
| 2 | Leser, Katrin | 2017 | 0 | : | 1 | Doll, Rebecca | 1969 | 0,57 | ||
| 3 | Fröhlich, Franziska | 1902 | 0 | : | 1 | Dr. Rubina, Tatiana | 2027 | 0,33 | ||
| 4 | Bursan, Ana Maria | 1904 | 1 | : | 0 | Basovskyi, Jana | 1911 | 0,49 | ||
| 5 | Klotz, Sonja | 1945 | 0 | : | 1 | Scheynin, Julia | 1925 | 0,53 | ||
| 6 | Lang, Andrea | 1873 | 1 | : | 0 | Juszczak, Anna | 1710 | 0,72 |
Die Partien begannen zunächst recht vorsichtig, nach zweieinhalb Stunden mussten wir jedoch einen ersten Rückschlag hinnehmen: Nach ausgeglichenem Eröffnungsverlauf war Anna eine kleine Fahrlässigkeit unterlaufen, die sofort einen vernichtenden und unparierbaren Angriff nach sich zog. Doch postwendend kam der Ausgleich bei Rebecca. Ihre Gegnerin hatte unvorsichtigerweise die Stellung geöffnet und dann auch noch zwei taktische Ungenauigkeiten folgen lassen, wonach Rebecca nicht nur eine Figur erobern, sondern alsbald ihre überlegene Figurenkoordination zum durchschlagenden Angriff nutzen konnte. Eine halbe Stunde später gewann auch Tatiana: Sie hatte sich anfangs passiv aufgebaut und dann ein Figuren-Scheinopfer gebracht, das eigentlich nicht funktionieren sollte. Ihre Gegnerin ließ jedoch einen möglichen Qualitätsgewinn aus; und nachdem sich die Lage zwischendurch beruhigt hatte, fand Tatiana einen taktisch cleveren Mattangriff mit minimalen Mitteln. Doch leider folgte postwendend der Ausgleich bei Jana. Sie fand, mit einer angenehmen Stellung aus der Eröffnung gekommen, das notwendige scharfe Gegenspiel nicht und erlag einem Angriff am Königsflügel. In der Zeitnotphase brachte Julia uns wieder in Führung: Sie hatte geschickt manövriert, ihre Gegnerin ausgespielt, einen Bauern gewonnen und ihre Figuren so gut ins Spiel gebracht, dass ihre Gegnerin den Angriff nicht mehr abwehren konnte. Nun hing alles an Mara. Sie hatte ihre Partie gegen eine sehr starke Gegnerin zunächst stets ausgeglichen gestalten können. Diese musste angesichts des Spielstandes alles riskieren und opferte einen Bauern, um mit der Dame in Maras Hinterland eindringen zu können. Dabei erhielt sie sogar taktische Chancen, doch Mara bewahrte die Nerven und brachte den wichtigen halben Zähler sicher nach Hause.
Da Bayern gegen Garching gewann, sind wir weiterhin um einen Mannschaftspunkt dahinter, haben jedoch einen Brettpunkt mehr. Damit können wir mit einem Sieg in der Schlussrunde im direkten Vergleich noch immer den Aufstieg wahr machen.