Oberliga Baden: Knappe Niederlage in Gottmadingen

Oberliga Baden · Runde 2 · 11.10.2026 · von Michael Spieker

SF Gottmadingen 2099 4½ – 3½ Karlsruher SF 1853 II 2015
1 FM Benedict Hasenohr 2275 0 : 1 Thomas Schlager 2181
2 CM Andrew Heron 2135 ½ : ½ FM Holger Kiefhaber 2208
3 FM Peter Szakolczai 2190 1 : 0 Michael Spieker 2033
4 Martin Leutwyler 2064 0 : 1 Sinan Yilmaz Gülsen 1955
5 FM Wolfgang Steiger 2199 ½ : ½ Linus Zwermann 1942
6 Dr. Michael Jähn 2030 1 : 0 Ulas Uyanik 1931
7 Sarah Krenz 2013 ½ : ½ Paul Zimmermann 1943
8 Georgi Ivanov 1889 + : − Theo Dapper 1928

Am zweiten Spieltag stand die weiteste Auswärtsfahrt fast bis zum Bodensee an. Beide Mannschaften traten nicht in Bestbesetzung an; wir mussten leider aufgrund eines kurzfristigen Krankheitsfalls zu siebt antreten, weil wieder einmal nur acht Schachfreunde spielbereit waren. Der Rückstand kümmerte uns aber nicht, da wir angesichts des Wertungszahlenschnitts der Gegner ohnehin nichts zu verlieren hatten.

Holger erreichte in einem Sizilianer ein sicheres Schwarzremis. Sinan konnte den Ausgleich erzielen, als er nach sehr komplexen Verwicklungen im Zentrum mit einer schönen Kombination einen Freibauern auf a3 unaufhaltsam machte. Linus hatte ähnliche Händel auf dem Brett, verzettelte sich jedoch mit und landete in einem Turmendspiel mit Minusbauer, das er halten konnte.

Die letzten vier Partien spitzten sich allesamt zu. Paul spielte gegen eine Robatsch-Verteidigung mutig auf Gewinn, zuletzt in einem Doppelturmendspiel mit gegenseitigen Freibauern. Die Remisbreite wurde aber nicht überschritten. Thomas Gegner gab – sehr zweifelhaft – eine Dame für Turm, Leichtfigur und Bauer. Thomas spielte wohl nicht ganz optimal, sodass der Widersacher eine Festung hatte. Er spielte jedoch sehr riskant auf Gewinn, was Thomas nutzte, um die Überlegenheit der Dame zu demonstrieren. Oberliga-Debütant Ulas gab in der Eröffnung einen Bauern auf c5 für Gegenspiel gegen eben diesen Punkt. Dem Gegner gelang es, den Bauern zu halten und in ein klar besseres Endspiel abzuwickeln. Nach dem Verlust eines zweiten Bauern war Ulas Stellung nicht mehr zu halten. Der Berichterstatter spielte erneut am längsten. Der Kontrahent zeigte starkes Positionsspiel, weshalb der Berichterstatter unter Druck geriet und – wahrscheinlich unnötig – einen Bauern gab, um in ein hochinteressantes Endspiel mit Springer gegen Läufer zu gelangen. Zunächst sah es nach einer Festung aus, der Gegner fand aber kurz vor Ablaufen der Bedenkzeit einen schönen Gewinnweg. So wurde die knappe Niederlage amtlich.

In der nächsten Runde kommt es zum Kellerduell bzw. Lokalderby gegen Ettlingen II.

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