Klatsche beim Tabellenführer für KSF II

Landesliga Nord Staffel 2 · 11.3.2018 · Pforzheim · von Michael Spieker

SC Pforzheim   (A) 2057 Karlsruher SF   2   (A) 1980
1 Bücker,Stefan 2178 Spieker,Michael 2054 0 1 0.67
2 Hilzinger,Markus 2172 Chernykh,Arkady 2007 1 0 0.72
3 Hartmann,Martin 2029 Zimmermann,Paul 2018 1 0 0.52
4 Schulze,Eberhard 2039 Grofig,Patrick 2062 1 0 0.47
5 Gharieb,André 2024 Arlt,Reinhard 1973 ½ ½ 0.57
6 Mährlein,Christoph 2076 Müller,Rudolf 1961 1 0 0.66
7 Leibbrand,Udo 2003 Wiesner,Alexander 1897 1 0 0.65
8 Ungerer,Markus 1938 Bykov,Ilya 1864 1 0 0.60

Heute ging es etwas ersatzgeschwächt zum Tabellenführer Pforzheim. Im Gegensatz zur letzten Saison, als uns eine Überraschung gelang, setzte sich die höhere Spielstärke der Pforzheimer dieses Mal durch.

Patrick ließ sich nach der Eröffnung einen Blockadespringer auf c5 einpflanzen, wonach es schnell vorbei war. Alexander räuberte mit der Dame im gegnerischen Lager, ließ aber Ähnliches in der eigenen Stellung zu, was sich als entscheidend erwies. Ilya geriet langsam aber sicher unter Druck, hielt aber dagegen. Beim Übergang ins Endspiel verlor er Material, wonach sich die Stellung nicht halten ließ. Als Nächster war Arkady an der Reihe. Er stand nach der Eröffnung etwas passiv; der Gegner baute ruhig und geschickt seine Position aus und ließ Arkady keine Chance.

Anschließend konnte der Berichterstatter überraschend verkürzen. Sein Gegner, eher für unorthodoxes Spiel bekannt, ließ einen frühen Damentausch zu und igelte sich mit einem isolierten Doppelbauern auf e6 und e5 ein. Der Berichterstatter fand keinen Plan und wartete daher passiv ab. Der Gegner fand nun seinerseits kein Durchkommen, aber anstatt das Remis zu forcieren, verzettelte er sich bei knapper Zeit und übersah ein Gabelmotiv im Zentrum, das eine Figur kostete. Kurz darauf konnte der Berichterstatter seinen ersten Sieg gegen einen männlichen Titelträger feiern.

Danach ging der triste Alltag mit einer Niederlage von Rudi weiter, der in der gesamten Partie schlechter stand und in einem überhasteten Gegenangriff einen Turm einstellte. Dann musste Paul eine sehr unglückliche Niederlage hinnehmen. Er hatte zunächst eine überlegene Positionspartie gespielt, indem er mustergültig den Isolani des Gegners blockiert, Material getauscht und in ein Endspiel mit Mehrbauer abgewickelt hatte. In diesem sah er wie der sichere Sieger aus, übersah aber ein Mattmotiv in der Brettmitte, das nicht abzuwehren war. Reinhard vereinbarte dann nach einer spannenden Partie mit wechselseitigen Chancen ein leistungsgerechtes Remis.

Insgesamt eine verdiente Niederlage, die uns nun an die Spitze eines breiten Mittelfelds zurückgeworfen hat.

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