KSF 1: Deutliche Tabellenführung mit viel Glück gehalten

Verbandsliga Nordbaden • Runde 8 • 22.4.2018 • von Stefan Haas

1 10 Karlsruher SF 2187 9 SV Walldorf   2   (N) 2091 5.06
1 pgnviewer 4 Arnold,Lothar 2307 9 Weber,Marc,Prof. Dr. 2191 1 0 0.66
2 pgnviewer 5 Pfrommer,Christoph 2258 11 Fichter,Fabian 2197 1 0 0.59
3 pgnviewer 8 Duschek,Volker 2235 12 Haas,Michael,Dr. 2134 ½ ½ 0.64
4 pgnviewer 13 Pfatteicher,Lukas 2113 15 Heß,Markus,Dr. 2096 ½ ½ 0.53
5 pgnviewer 14 Vinke,Andreas 2198 16 Haas,Frank-Martin,Dr. 2112 ½ ½ 0.62
6 pgnviewer 15 Schlager,Thomas 2150 18 Sakkal,Ahmad 2011 1 0 0.69
7 pgnviewer 19 Werner,Clemens 2200 20 Schell,Peter 2016 1 0 0.74
8 pgnviewer 22 Joeres,Stefan 2038 21 Best,Martin 1971 1 0 0.59

Aufgrund der starken Walldorfer Aufstellung waren wir nur geringfügig favorisiert, und dementsprechend begannen die Partien recht zäh. Vor der Zeitkontrolle endeten nur die Partien von Lukas, der jedoch zwischendurch großen Vorteil hatte, und von Andi, dessen Stellung ziemlich blockiert war, remis. Mit dem 40.Zug kam Thomas zum ersten vollen Punkt, nachdem er seinem Gegner im frühen Mittelspiel zwei Bauern herausoperiert und diesen Vorteil souverän verwertet hatte. Ein weiteres, sehr glückliches Remis erzielte Volker kurz nach der Zeitkontrolle – er stand nach einer recht optimistischen Verteidigung des Morra-Gambits anfänglich sogar sehr gut, ließ seinen Gegner aber immer mehr ans Ruder und stand zwischenzeitlich sogar ziemlich breit, dann übersah sein Gegner noch einen möglichen Figurengewinn und forcierte das für uns schmeichelhafte Remis. Beim Stande von 2½:1½ war ein Sieg aber noch nicht abzusehen, da die meisten Partien unklar, Christoph sogar schlecht stand.
Nach der Zeitkontrolle kamen weitere volle Punkte von Clemens – nach langem Rühren in einem trotz Mehrbauern unklaren Endspiel und beiderseits abgelehnten Remisangeboten – sowie Stefan J. und Lothar. Stefans Gegner hatte zwischenzeitlich mehr als ausreichende Kompensation für die geopferte Qualität, erlaubte aber ein geschicktes Rückopfer, das Stefan einen Mehrbauern einbrachte. Lothar, der nach der Eröffnung einen isolierten und blockierten Mittelbauern hatte, kam durch geduldiges Manövrieren und einen taktischen Kniff in Vorteil, als sein Gegner unvorsichtig das Zentrum öffnete. So konnten die beiden schließlich ihre Mehrbauern im Turmendspiel zum Sieg führen.
Bei Christoph sah es derweil so schlecht aus, dass wir ihn schon abgeschrieben hatten. Er hatte seinen Damenbauer-Isolani früh verloren; nun schob sein Gegner den Mehr-Freibauern auf der c-Linie bedrohlich vor. Christoph hatte noch die Nerven, ein paar Bauern am Königsflügel abzugrasen und hatte dabei so gut gepokert, dass er nach beiderseitiger Bauernumwandlung sogar in einem gewonnenen Damenendspiel landete, da er mit einer Serie präziser Züge verwertete.
Damit kamen wir auf 6½ Punkte und da Viernheim II „nur“ 7:1 gegen Lindenhof gewann, hatten wir immerhin 2½ Brettpunkte Vorsprung gerettet, was angesichts des scheinbar leichteren Restprograms (wir in Birkenfeld, Viernheim II in Heidelberg) wie der sichere Aufstieg aussah.

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