KSF 1: Verbandsligateam verpasst den Aufstieg denkbar knapp

Viernheim II triumphiert mit einem 8:0 Sieg und besserer Berliner Wertung

Am letzten Spieltag genügte den Karlsruher Schachfreunden in der Verbandsliga Nord ein Vorsprung von 2,5 Brettpunkten nicht, um den Aufstieg in die Oberliga zu sichern. Zwar gewann das Karlsruher Team, das sich seit dem fünften Spieltag mit der Viernheimer Reserve ein Fernduell über die Brettpunkte lieferte, mit 5.5-2.5 in Birkenfeld. Doch die Viernheimer siegten mit einem kaum für möglich gehaltenen glatten 8-0 an den Brettern über den Tabellendritten Handschuhsheim.

Und danach gab bei Punktgleichheit nach Mannschafts- und Brettpunkten die Berliner Wertung über alle Spiele der Saison den Ausschlag zugunsten unseres Konkurrenten.

SF Birkenfeld   (N) 1898 Karlsruher SF 2165 1.47
1 Braun,Joachim 2114 Arnold,Lothar 2307 ½ ½ 0.25
2 Metzger,Fabian 1981 Pfrommer,Christoph 2258 ½ ½ 0.17
3 Böttger,Marko 1930 Duschek,Volker 2235 ½ ½ 0.14
4 Braun,Rüdiger-Thomas 1796 Vinke,Andreas 2198 0 1 0.08
5 Staib,Christian 1860 Schlager,Thomas 2150 0 1 0.15
6 Kürten,Jens 1938 Joeres,Stefan 2038 0 1 0.36
7 Malheur,Fabian 1846 Spieker,Michael 2071 ½ ½ 0.21
8 Hofmann,Petra 1718 Grofig,Patrick 2062 ½ ½ 0.11

Im Vorfeld gab es natürlich Absagen auf beiden Seiten. Ein Spieltag im Mai ist eher ungewöhnlich, und so gibt es zu dieser Zeit schon mehr Familienfeste wie etwa Konfirmationen. Wie man an den Aufstellungen sieht, brachten beide Teams auch einige Reservespieler zum Einsatz.

Die Rollen waren eindeutig verteilt mit den Karlsruhern als Favoriten. Doch die Spiele entwickelten sich vielfach nicht so zur Freude der Gäste. Insbesondere an den beiden letzten Brettern und an den vorderen Weißbrettern mussten wir letztlich mit Remisschlüssen sehr zufrieden sein.

Damit hatten wir dann jedoch 5.5 Punkte zusammen. Und das sollte uns reichen nach menschlichem Ermessen, so dachten wir. Da hatten wir aber nicht mit einem 0-8 Untergang des Heidelberger Traditionsvereins gegen eine Viernheimer Reserve in Bestbesetzung gerechnet.

Der SC Viernheim ist dank eines zahlungskräftigen Sponsoringpartners (d-fine GmbH aus Frankfurt) derzeit stark im Aufwind. So gelang mit einem bärenstarken Team der Aufstieg in die Schachbundesliga. Dahinter konnte auch ihre Reserve bei Bedarf Großmeister an die Bretter bringen. Mit jeweils drei GMs an den Brettern war Viernheim II damit im Schlussspurt der Verbandsliga auch eindeutig das stärkste Team der Liga.

Rang Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 DWZ Spiele Punkte Brt.Pkt. Brl.Wrtg.
1 SC Viernheim   2 8 5 7 2169 9 16 49 219
2 Karlsruher SF 5 5 7 5 5 2170 9 16 49 213½
3 SK HD-Handschuhsheim 0 3 3 5 6 4 2081 9 11 38½ 185
4 SF Bad Mergentheim   2 3 5 6 2 4 2012 9 9 36 157½
5 SC Eppingen   2 1 2 6 2001 9 8 35 166½
6 SV Walldorf   2   (N) 3 3 3 2043 9 8 34 155½
7 BG Buchen   2 3 2 6 4 + 1916 9 7 36 171½
8 SF Birkenfeld   (N) ½ 2 5 4 3 5 1942 9 7 30 134
9 SK Lindenhof   (N) 1 3 4 5 5 2051 9 5 27½ 120½
10 SK Ettlingen   2   (N) 4 3 3 1990 9 3 25 97

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