Knapper Sieg für KSF VI

… in Wiesental durch Kampfgeist errungen

Verbandsrunde · Karlsruhe · 12.01.2020 · Von Anja Landenberger

Die 4. Runde führte unsere Mannschaft in den Norden des Bezirks. Die Aufstellung von Wiesental II ließ einen schweren Kampf befürchten, da ihr DWZ-Durchschnitt deutlich über 100 Punkte Vorsprung aufwies.

3 9 SF Wiesental   2 1459 5 Karlsruher SF   6 1333 4.02
1 13 Heilig,Alexander 1489 70 Landenberger,Anja Kathrin 1662 0 1 0.27
2 14 Schmitt,Andreas 1632 73 Schulz,Hannah 1645 0 1 0.48
3 16 Gillner,Edmund 1497 98 Chung,Simone 1368 ½ ½ 0.68
4 17 Keller,Edgar 1505 100 Haug,Mara 1393 0 1 0.65
5 18 Heiler,Reiner 1460 101 Hoffmann,Sophia 1345 1 0 0.66
6 20 Zimprich,Edgar 1391 106 Chung,Dana 1454 1 0 0.41
7 21 Stucke,Felix 1241 121 Xiao,Karoline Zhishan 917 1 0 0.87
8 27 Widmann,Josefine 142 Gietzelt,Magdalena 880 0 1 0.00

Magdalena überrumpelte ihre ebenfalls noch junge Gegnerin. Die frühe Offensive unserer Spielerin verleitete diese zu einem Fehler. Neben dem Figurengewinn bedeutete das auch eine offene Königsstellung. Magdalena setzte kurzerhand Matt und brachte uns damit nach nur 20 Minuten in Führung. Leider begann nun eine schwierige Phase für unsere Mannschaft. Karoline kam gut aus der Eröffnung heraus, verlor im Übergang zum Mittelspiel jedoch erst einen und dann den nächsten Bauern, was der deutlich erfahrenere Gegner sicher zum Sieg ummünzte. Dana hatte entgegengesetzte Rochaden auf dem Brett, wobei sie mit ihrem Angriff etwas langsamer, der Gegner mit seinem Läuferpaar viel aktiver wirkte. Ein taktischer Schlag des Gegners führte zum Matt. Die Misere ging weiter und Sophia konnte dem Druck ihres Gegners nicht Stand halten. Simone erzielte Raumvorteil, da ihr Gegner anfangs passiv spielte. Es wurde bis zum Ende fast nichts getauscht, sodass sich sehr viele Figuren in der Mitte tummelten. Simone konnte einer Zugwiederholung schlecht ausweichen und man einigte sich auf Remis. Dies bedeutete allerdings, dass jetzt nichts mehr schief laufen durfte.

In einem abgelehnten Wolga-Gambit kam Hannah schnell zu Raumgewinn am Damenflügel und gewann nach einem gegnerischen Fehler im Zentrum eine Qualität. Leider erlaubte sie ihrem Gegner zu viel Gegenspiel, infolgedessen er die Qualität zurückeroberte. Ihr König wurde dann mit den verbliebenen Schwerfiguren attackiert. In sehr aussichtsreicher Stellung vergriff sich der Gegner voreilig an einem Bauern, woraufhin Hannah die Partie drehte und mit einigen Schachgeboten einen Turm-gewinn erzwang.

Nach frühem Damentausch griff Mara mithilfe der verdoppelten Türme auf der halboffenen a-Linie an und konnte nach mehreren Fehlern ihres Gegners drei Bauern erobern. Zwischenzeitlich besaß Mara eine Mehrfigur. Im Läuferendspiel mit vier Mehrbauern rannten ihre Freibauern unerbittlich Richtung Umwandlung.

Nachdem alle anderen ihren Job erledigt hatten, lag es an Anja, etwas aus ihrer Stellung herauszuholen. Ihr Gegner erlangte in der Eröffnung bequem Ausgleich, wobei sie ein wenig aktiver agierte. Der Bauerngewinn im Mittelspiel hätte zu unnötigen Verwicklungen führen können, die Anja sehr genaues Spiel in Zeitnot abverlangt hätten. Die vom Gegner gewählte Abwicklung war jedoch überschaubar. Im Damenendspiel büßte er nach einer Unaufmerksamkeit zwei weitere Bauern ein, konnte irgendwann dem Damentausch nicht mehr ausweichen und musste danach aufgeben.

Ein schöner Mannschaftssieg, der durch viel Kampfgeist eingefahren wurde.