Verbandstag 2020 unter besonderen Umständen

Verbandstag 2020 mit KSF-Beteiligung

Corona-Virus schuf besondere Atmosphäre

Sandhausen ● 27.6.2020 ● Von Stefan Haas

Der Verbandstag des laufenden Jahres war um fünf Wochen verschoben worden und fand nun unter ungewöhnlichen Umständen in Sandhausen statt. Von unserem Verein waren Andreas Vinke als Vertreter der SJB sowie Stefan Haas und Christoph Pfrommer als Delegierte des Karlsruher Schachbezirks (letzterer auch als Kassenprüfer) dabei.

BSV-Präsident Dr. Uwe Pfenning konnte immerhin 50 stimmberechtigte Präsidiumsmitglieder und Delegierte begrüßen. In der schönen und großen Turn- und Festhalle war jedem Teilnehmer ein Einzeltisch mit 2 Meter Abstand zum nächsten zugewiesen; auf dem Fußboden aufgeklebte Pfeile schufen ein Einbahnstraßen-System, das direkte Begegnungen minimierte. Desinfektionsmittel gab es reichlich – und natürlich auch eine Maskenpflicht; wer an seinem Platz saß, durfte die Maske abnehmen. Gerhard Halli agierte als Mikrofonträger und absolvierte dabei Kilometer um Kilometer. Die Teilnehmer nahmen die Vorgaben sehr gut an. Auch das sehr schmackhafte Mittagessen war ablaufmäßig gut organisiert.

Zu Beginn gedachte die Versammlung der im Laufe der letzten Saison Verstorbenen, wobei Emil Baumann (Sandhausen) und Dieter Villing (Ladenburg) namentlich genannt wurden. Die Silberne Ehrennadel erhielt Dr. Christoph Mährlein (Pforzheim).

Gleich zu Beginn wurde die Wiederaufnahme des Spielbetriebs ausführlich diskutiert. Von der Bundesliga bis zur Verbandsebene hofft man, die laufende Saison im Herbst zu Ende spielen zu können (auf Verbandsebene im September und Oktober; die Deadline für Vereinswechsel wird damit auf 31.10. verschoben); für die 1. Bundesliga ist eine 7-tägige Zentralveranstaltung in Karlsruhe oder Bremen im Gespräch. Sollte das nicht funktionieren, könnte die Ligasaison auf Bundesebene auf 2 Jahre gestreckt werden.

Dann berichtete BSV-Präsident Dr. Uwe Pfenning zur „Lage der Nation“. Berichte der Vorstandsmitglieder gab es diesmal keine – weder mündlich, noch im Internet oder gar in den Verbandstagsunterlagen. Schriftführer Winfried Schüler musste wieder einige Kritik einstecken und kündigte auch seinen Rückzug für 2021 an.

Die Entlastung des Präsidiums erfolgte einstimmig, die Wiederwahl der beiden Kassenprüfer Christoph Pfrommer und Dr. Thomas Gauss (Conweiler) sowie die Bestätigung des neuen Referenten für Partienerfassung bei nur einer Enthaltung. Genehmigung der Jahresrechnung für 2019 einstimmig, des Nachtragshaushalts für 2020 durch Abnicken und des Etats für 2020 bei einer Enthaltung. Über das Rechnungswesen der SJB konnte nicht abgestimmt werden, da dort anscheinend gerade das größte Chaos herrscht und nichts vorlag.

Gegen die Beschlüsse des Turnierordnungsausschusses (Regelung der Modalitäten für die Partienerfassung) wurde kein Einspruch eingelegt. Die Satzungsänderungen, die durch die im Vorjahr beschlossene, jedoch mangelhaft redigierte Neufassung der Satzung notwendig geworden waren, wurden einstimmig beschlossen.

Ausufernde Diskussionen gab es um die Einführung der Kinder- und Jugendschutz-Ordnung; nach einigen kleineren redaktionellen Änderungen wurde sie bei 3 Gegenstimmen und 2 Enthaltungen angenommen. Die sich daraus ergebenden Änderungen der Verfahrensordnung wurden bei 6 Enthaltungen angenommen.

Abschließend berichtete der BSV-Präsident auf Nachfrage über die Situation im DSB und über dessen Verhältnis zum BSV.

Der Termin für den Elsaßländerkampf (20.9.) in Offenburg soll möglichst eingehalten werden.

Der BSV und der Bezirk Mannheim wollen sich am Rahmenprogramm der Bundesgartenschau 2023 in Mannheim beteiligen.

Der nächste Verbandstag soll im Mai 2021 in Südbaden stattfinden.

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