KSF 5 sichert Klassenerhalt

Heimspiel in Rheinstetten

Verbandsrunde · Karlsruhe · 17.03.2024 · Von Kristin Wodzinski

Da wir heute als einzige KSF-Mannschaft ein Heimspiel zugelost bekommen hatten, baten wir Rheinstetten im Vorfeld, ob wir dieses nicht bei ihnen austragen können, da unsere Raumsituation ja nicht gerade die beste ist. Der gegnerische Mannschaftsführer stimmte dem direkt zu und so wurden wir um 10 Uhr im Jugendhaus in Mörsch begrüßt. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an die nette Gastfreundschaft und das Entgegenkommen, den Kampf heute auszurichten.
Franziska hatte nach der Eröffnung einen Doppelbauern auf der c-Linie, kam aber nicht dazu die halboffene b-Linie dauerhaft zu besetzen und auszunutzen. Nach 22 Zügen bot ihr Gegner Remis, welches sie annahm.
Kristin hatte in der Eröffnung auf d5 einen Bauern geschlagen, den man wohl lieber hätte nicht nehmen dürfen. Zum Glück sah der Gegner nur drei der vierzügigen Kombi und so konnte mit einem Mehrbauern nach und nach Druck auf der offenen c-Linie gemacht werden. Nachdem mit der Dame noch die Bauern auf a7 und b7 eingesammelt wurden, gab sich der Rheinstettener Nachwuchs im Turmendspiel geschlagen.
Ilona spielte gegen das ehemalige KSF-Mitglied Boris Wald. Mit den schwarzen Steinen stand sie nach der Eröffnung etwas gedrückt und büßte bald den Bauern auf d5 ein. Um sich zu befreien, opferte sie ihren Läufer auf f2, wodurch sie durch einen Abzugsangriff einen Turm gewinnen konnte. Den gegnerischen Gegenschlag mit der Dame auf h6 übersahen wohl beide und so war es materiell ausgeglichen. Bevor es wieder spannend werden konnte, klingelte jedoch das gegnerische Handy und so gewann Ilona ihre Partie überraschend.
Simone war mit Weiß gut aus der Eröffnung gekommen, bekam dann aber Gegenspiel auf der offenen C-Linie. Der Gegner nutzte seine Chance jedoch nicht Simones gefesselten Springer noch einmal anzugreifen und so kam sie noch einmal ohne Figurenverlust davon. Wenig später hatte sie dann die Chance eine Qualität für Gegenspiel zu opfern und so die Fesselung aufzulösen, ließ diese aber aus. So langsam wurde Simones Zeit aber knapp und es blieben für acht Züge nur noch zwei Minuten übrig. Nachdem die Damen vom Brett waren, war die Stellung wieder ausgeglichen, bevor Simone dann mit wenigen Sekunden auf der Uhr in ein vierzügiges Matt lief und aufgab.
Kathrin schenkte ihrem Gegner im 12. Zug den Zentrumsbauern auf e5 und machte sich damit selbst unnötige Probleme. 19 Züge später drohte dann ein Figurengewinn durch Ablenkung, aber ihr Gegner übersah diese Möglichkeit und so wurde zu Kathrins Glück nur Material getauscht. Angekommen im Damenendspiel mit zusätzlich je einem weißfeldrigen Läufer, machte Kathrins schwach Grundreihe ihr zusätzliche Probleme, sodass nach nicht allzu langer Zeit auch noch ihr Läufer dran glauben musste und sich Kathrin geschlagen gab. So stand es nach dem erfreulichen Auftakt nur noch 2,5-2,5 und die drei verbliebenen Bretter mussten für 2 weitere Punkte sorgen.
Das gelang Mara heute mal wieder sehr souverän. Die beiden Remisangebote ihres Gegners wurden abgelehnt und so lange gespielt, bis der Gegner einen Fehler macht. Das passierte dann auch schneller als erwartet, als er im 29. Zug Maras Bauern auf c2 schlug und dabei sogar Turm und gabelte, aber übersah, dass Mara mit einem Damenschach den Springer einfach angreifen und danach herausschlagen konnte. Daraufhin tauschte Mara weiter Material ab, nahm den gegnerischen Bauern auf c6 unter Beschuss und konnte nach 50 Zügen ihren fünften Sieg in dieser Saison vermelden.
Jasmin zauberte Mal wieder einen Königsangriff aus dem Nichts, bei dem sie leider den Ausmacher nicht fand und so in einem Turm-Springer gegen Turm-Läufer-Endspiel mit einem Mehrbauern landete. Kurz vor der Zeitkontrolle sammelte sie einen zweiten Bauern ein, den sie dann aber zurückgeben musste. Der versuchten Stellungswiederholung ihres Gegners wich sie aus und versuchte weiter auf Gewinn zu spielen. Als dann jedoch der Mehrbauer zu fallen drohte willigte sie nach über 60 Zügen doch ins Remis ein und sicherte damit den ersten Mannschaftspunkt.
So kämpfte nur noch Anja, deren Gegner die gleiche Zeiteinteilung praktizierte, wie Anja das zu tun pflegt und so überlegte er im 13. Zug über 40 Minuten, bis er sich für einen Läufertausch und gegen die Rochade entschied. Mit dem König in der Mitte wurde die weiße Stellung immer schlechter und so dauerte es nicht lange, bis Anja den ersten Bauern eroberte. Im Turm-Springer-Endspiel sammelte Anja dann im 40. Zug den zweiten Bauern ein. Nun sah ihr Gegner keinen Ausweg und opferte seinen Springer gegen die zwei Mehrbauern. Doch auch das half nichts und so gab er sich nach über 6 Stunden und 62 Zügen geschlagen und Anja machte den 5-3 Mannschaftssieg klar.
So liegen wir nun eine Runde vor Schluss auf Tabellenplatz 4 und können uns frühzeitig über den Klassenerhalt freuen.

 

7 Karlsruher SF 5 (N) 1599 5 SC Rheinstetten 1545 5 3 5.2
1 52 Mangei, Jasmin 1861 1 Schindele, Andreas 1877 ½ ½ 0.48
2 60 Haug, Mara 1842 4 Schweikert, Thomas 1657 1 0 0.74
3 79 Landenberger, Anja 1656 6 Ströbel, Ulrich 1546 1 0 0.65
4 84 Wiesner, Franziska 1612 7 Deck, Wolfgang 1574 ½ ½ 0.55
5 87 Bykov, Ilona 1528 10 Wald, Boris 1524 1 0 0.51
6 97 Chung, Simone 1464 12 Burkart, Stefan 1436 0 1 0.54
7 107 Mertes, Kathrin 1378 15 Schuler, Fritz 1202 0 1 0.73
8 119 Wodzinski, Kristin 1447 18 Burmistrov, Sawa 1 0 1.00
Rang Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 DWZ MP BP Brl.Wrtg.
1 Karlsruher SF 4 7 5 7 7 7 1749 16 49½ 225½
2 SK Ettlingen 4 6 6 6 5 5 + 1599 14 45 186
3 SF Neureut 2 1 4 6 1679 11 39½ 178½
4 Karlsruher SF 5 (N) 3 2 5 4 5 1596 9 31½ 151½
5 SF Egg.-Leopoldshafen (A) 2 ½ 3 1624 8 29 153
6 SF Kraichtal ½ 2 4 4 5 5 1661 8 27½ 116
7 SF Neureut 3 (N) 1 3 4 4 6 6 1456 6 30 111½
8 SC Rheinstetten 3 3 3 2 2 1589 4 25½ 103½
9 SF Zeutern (A) 1 2 6 1590 4 23 104½
10 SK Blankenloch 1 3 2 1603 0 19½ 110