1. Frauenbundesliga

Die KSF-Frauen spielen seit der Saison 2015/16wieder in der 1. Frauenbundesliga. Bereits von 1996 bis 2013 war das Team ununterbrochen in der 1. Frauenbundesliga dabei. – Mannschaftsführerin ist Julia Scheynin.

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Ein erfolgloses Wochenende

Karlsruher SF – Hamburger SK und TuRa Harksheide – Karlsruher SF

12./13.1.2019 · 5. + 6. Runde, Baden-Baden · Von Veronika Kiefhaber + Stefan Haas

Gleich zu Anfang ist festzustellen: Das war nicht unser Spieltag…

Gegen die übermächtigen Hamburgerinnen, die nach einem Sieg gegen Baden-Baden am Sonntag sogar Tabellenführer sind, hatten wir keine Chance. Sie gingen frühzeitig mit einem kampflosen Punkt in Führung.

  Karlsruher SF 2082 0 : 6 Hamburger SK 2341
1 (unbesetzt)  – : + Socko, Monika 2456
2 Georgescu, Lena 2192 0 : 1 Khademalsharieh, Sar. 2489
3 Mütsch, Annmarie 2233 0 : 1 Hoolt, Sarah 2294
4 Mader, Manuela 2180 0 : 1 Osmanodja, Filiz 2309
5 Scheynin, Julia 1999 0 : 1 Fuchs, Judith 2245
6 Basovskiy, Jana 1806 0 : 1 Baciu, Diana 2252

Es folgen Stefans Eindrücke, teilweise live verfolgt, teilweise über die Online-Über-tragung: „Julia hatte gegen das Londoner System mit einem Vormarsch auf dem Damenflügel geantwortet und kam in eine Zentrumsformation, die sehr stark an Geschlossenes Französisch erinnerte. Ihre Gegnerin rollte mit dem verdoppelten g-Bauern die Flanke auf und Julias König blieb im Zentrum stecken. Nach zwei Stunden hätte ich nicht mehr viel auf Julia gewettet, aber es gelang ihr, den Druck am Königsflügel abzuschütteln und selbst am Damenflügel anzugreifen. Vielleicht hat sie ihrer Gegnerin hier etwas zu früh wieder Luft gelassen; nach einem taktischen Fehler lief sie dann auch noch in ein Matt. Annmarie hatte vom ELO-Verhältnis her das am wenigsten schwere Los. Sie spielte gegen einen geschlossenen Sizilianer, in dem ihre Gegnerin Sc3 ausließ, mit c3-d4-e5 im Zentrum Raumgewinn verbuchte und schließlich mit einem Mattangriff durchdrang. Manuela hatte die Fesselungsvariante des Abtausch-Spaniers auf dem Brett, fand  aber leider nicht die Fischer’sche Wider-legung des überzogen-aggressiven Aufbaus ihrer jungen Gegnerin, hatte aber lange Zeit eine zumindest gleichwertige Stellung, bevor sie in einem taktischen Geplänkel unterlag. Lena hatte gegen die Archangelsker Variante im Spanier eine ruhige Variante mit d3 und a4 gewählt; vermutlich war das Vorschieben des Bauern nach a5 die Ursache für ihre späteren Schwierigkeiten, weil der Bauer dort zur Schwäche neigte, einen Turm zur Deckung band und dann doch verloren ging. Im Doppelturmendspiel soll es (laut späterer Analyse) vielleicht Rettungsmöglichkeiten gegeben haben; aber hier spielte wohl auch der Zeitmangel eine entscheidende Rolle. Jana hatte es eigent-lich am schwersten, denn sie war ihrer Gegnerin um rund 500 ELO-Punkte unterlegen.  Dafür bot sie aber einen sehr hartnäckigen und zähen Kampf. In einem Königsinder im Anzuge überließ sie ihrer Gegnerin allerdings frühzeitig einen Raumvorteil, da sie mit Ausnahme des Bauern e4 nur auf drei Reihen beschränkt war, während sich das gegnerische Zentrum schnell von c5 bis f5 erstreckte. Der weitere Verlauf war recht zäh; schließlich wurde sie mit einem Bauerndurchbruch konfrontiert, der zuerst die Qualität und wenige Züge später die Partie kostete.

Alles andere als eine deutliche Niederlage wäre aufgrund der riesigen Rating-Vorteile der Hamburgerinnen eine große Überraschung gewesen; bei näherem Betrachten ist vielleicht dennoch das eine oder andere Remis, vielleicht sogar ein einzelner Brett-sieg ‚drin‘ gewesen – wirklich schade.“

Am Sonntag spielten wir gegen das junge Team aus Harksheide und erhofften uns dabei deutlich mehr, als dann letztendlich herauskam.

  TuRa Harksheide 2088 4 : 2 Karlsruher SF 2186
1 Unuk, Laura 2267 1 : 0 Georgescu, Lena 2192
2 Antolak, Julia 2194 1 : 0 Mütsch, Annmarie 2233
3 Gosciniak, Maria 2090 1 : 0 Schmidt, Jessica 2253
4 Brandt, Carina 1976 0 : 1 Mader, Manuela 2180
5 Sherif, Amina 1996 ½ : ½ Kiefhaber, Veronika 2115
6 Wächter, Nathalie 2007 ½ : ½ Moingt, Anne 2147

Manuela spielte eine tolle Partie. Sie ging mit der Dame auf Bauernjagd, verteidigte sich gegen den Königsangriff ihrer Gegnerin ideenreich und behielt in der Zeitnotphase den besseren Überblick. Damit gingen wir in Führung. Ich selbst hatte den Eindruck, nach der Eröffnungsphase die Initiative und das aktivere Spiel erreicht zu haben, fand aber keinen Weg, den vermeintlichen Vorteil zu verwerten, und machte remis – der Gesamteindruck war noch gut. Doch leider gab es danach keine Erfolgserlebnisse mehr. Annmarie hatte in Wolga-Manier am Damenflügel Bauern geopfert und am Königs-flügel angegriffen. Die Weiße konnte jedoch ihre Stellung konsolidieren und zum Gegenangriff ansetzen, als Annmarie die Zeit überschritt. Lena geriet mit den weißen Steinen recht bald in die Defensive. Ihr Angriff am Königsflügel versandete früh, die Schwarze eroberte am Damenflügel einen Bauern. Hoffnung schöpften wir, als Lena eine Abwicklung fand, in der sie bei ungleichen Läufern wieder aktiver wurde. Doch plötzlich landete sie in einem Turmendspiel, in dem der gegnerische König in die weiße Stellung eindringen konnte, damit lagen wir  1½:2½ zurück. Annes Partieanlage gefiel mir gut. Sie verpasste der Gegnerin einen Doppelbauern, konnte deren Figuren an die Deckung binden und den schlechten Läufer einschränken. Doch im Laufe der Partie bekam die Weiße immer mehr Gegenspiel und konnte sich freier entfalten, sodass nicht mehr als ein Unentschieden heraussprang. Jessis Stellung wirkte lange Zeit recht solide. Als die Zeitnotphase näherrückte, musste sie sich allerdings immer mehr verknoten, um die Figuren zusammenzuhalten. Dabei ging leider erst ein Bauer und nach und nach die komplette Partie verloren.

Jetzt befinden wir uns auf einem Abstiegsplatz und müssen uns wirklich ranhalten, wenn wir diesen noch einmal verlassen wollen!

Nur ein Mannschaftspunkt am Heim-Wochenende

Karlsruher SF SC Rotation Pankow und SK Lehrte Karlsruher SF

17./18.11.2018 • 3. + 4. Runde, Karlsruhe • Von Stefan Haas

Der zweite Doppelrundenspieltag der Frauenbundesliga war zugleich unser einziges Heim-Wochenende dieser Saison und fand im gewohnten Ambiente der Walter-Eucken-Schule statt – allerdings vor kaum mehr eigenen Fans als vor drei Wochen in Hofheim. Mit dem SC Rotation Pankow und dem SK Lehrte hatten wir zwei schlagbare Gegner und Veronika hatte bereits in den BNN die Losung ausgegeben, dass mindestens ein Kampf gewonnen werden sollte (ohne allerdings zu sagen, welcher).

  Karlsruher SF 2019 3 : 3 SC Rotation Pankow 1965
1 Georgescu, Lena 2211 ½ : ½ Jahn, Constanze 2009
2 Mütsch, Annmarie 2234 1 : 0 Wagner-Michel, Annett 2077
3 Kiefhaber, Veronika 2115 ½ : ½ Göhler, Antje 2022
4 Scheynin, Julia 1978 ½ : ½ Mai, Iris 1951
5 Basovskiy, Jana 1766 ½ : ½ Wolf, Sylvia 1901
6 Hartmann, Cora 1812 0 : 1 Jeske, Kirsten 1830

In der Samstagsrunde gegen Pankow ging uns Jessica durch eine Sperrung der A8 im Stau verloren, doch Veronika sprang mit begrenztem Zeitfenster kurzfristig ein und konnte einen halben Zähler holen, bevor sie sich auf den Weg zu ihrem eigentlichen Vorhaben machen durfte. Unsere erste Brettniederlage folgte jedoch leider schnell, denn Cora hatte in der Eröffnung Schiffbruch erlitten und früh eine Figur verloren.

Lena stand im Mittelspiel aussichtsreich, hatte nach 24 Zügen aber schon sehr viel Zeit verbraucht, wich daher Komplikationen aus und stand zwei Züge später schon fast kritisch, doch ihr Remisangebot wurde angenommen,

Julia erlangte etwas Raumvorteil auf dem Königsflügel und obwohl ihre Gegnerin das Rochaderecht eingebüßt hatte und ihr Turm auf h8 eingeklemmt war, schien ihr Gegenangriff am Damenflügel diese Nachteile vollkommen auszugleichen, so dass beide Seiten mit der Punkteteilung nach drei Stunden zufrieden sein konnten.

Bei Jana hatte sich ein besonders schwerblütiges Mittelspiel entwickelt; für einige Zeit verfügte sie über einen optischen Vorteil, der sich aber nicht konkretisieren wollte. Eine kleine Unachtsamkeit brachte sie dann innerhalb weniger Züge in eine glatte Verluststellung, doch sie kämpfte mit dem Mute der Verzweiflung weiter und wurde belohnt, als ihre Gegnerin den Vorteil verspielte und in eine Remisschaukel lief.

Die längste Partie des Tages spielte unsere frischgebackene U16w-Weltmeisterin Annmarie. Mit viel Geduld und sauberer Technik gelang ihr eine hervorragende Positionspartie, die uns schließlich einen Mannschaftspunkt sicherte.

Am Sonntag spielten wir gegen Lehrte, die am Vortag gegen Baden-Baden mit 0:6 untergangen waren und auf Wiedergutmachung hofften. Wir hatten uns gegenüber dem Vortag personell verstärken können und gingen daher als Favorit ins Spiel.

  SK Lehrte 2034 4 : 2 Karlsruher SF 2143
1 Sieber, Fiona 2265 0 : 1 Georgescu, Lena 2211
2 Düssler, Stefanie 2121 1 : 0 Mütsch, Annmarie 2234
3 Böhm, Jana 1943 1 : 0 Schmidt, Jessica 2253
4 Manusina, Nicole 2011 1 : 0 Mader, Manuela 2180
5 Laake, Jasmin 1938 1 : 0 Dr. Rubina, Tatiana 2000
6 Hoang-Tietjen, Thuy Linh 1928 0 : 1 Scheynin, Julia 1978

Das Ergebnis sieht knapper aus, als es war. Zwar begannen die Partien sehr zäh und sahen lange völlig ausgeglichen bzw. teilweise sogar vorteilhaft aus, doch in der Zeitnotphase kippte eine Partie nach der anderen, so dass zwischenzeitlich sogar eine 0:6-Klatsche nicht unmöglich schien.

Am schnellsten erwischte es diesmal Annmarie. Dabei hatte sie ihre Türme auf den Königsflügel geworfen und schien ganz angenehm zu stehen, doch nach einem raumgreifenden Bauernzug im Zentrum brach ihre Stellung überraschend schnell ein.

Wenig später war es dann bei Manuela aus. Eben noch standen ihre Figuren druck-voll im Zentrum und waren nach dem Damentausch plötzlich völlig unkoordiniert und in die Defensive gedrängt, ein Figureneinsteller besorgte dann das Übrige.

Jessica war am Königsflügel durchgebrochen und war gerade dabei, eine Figur einzu-sammeln, ließ dabei aber eine eigene en prise und opferte sogar noch eine weitere, was aber nicht durchdrang und schließlich verlor.

Tatiana konnte ihre Gegnerin in einem damenlosen Mittelspiel zunächst überspielen, vergriff sich dann aber vorschnell an einer Qualität, wonach sich ein Spiel auf ein Tor (leider das falsche!) entwickelte, das schließlich in einem Mattangriff endete.

Damit war der Wettkampf entschieden, doch die Leiden der Zuschauer gingen weiter.

Julia hatte in einem zähen Ringen zunächst Ausgleich erlangt, dann etwas Initiative bekommen und eroberte nach einem Fehler ihrer Gegnerin plötzlich eine Qualität. Nun standen die Zeichen eigentlich auf Sieg, doch sie unterließ den naheliegenden Damentausch und tat sich plötzlich schwer, öffnete dann unnötig ihre Königsstellung, büßte zwei Bauern ein, stand für einen Zug sogar völlig breit und war schließlich gerade dabei, ein Dauerschach zu geben, als ihre Gegnerin die Zeit überschritt.

Noch dramatischer war Lenas Partie. Nach einem dreifachen Bauernopfer in der Eröffnung schien ihr Angriff schon zu versanden, da packte sie ein Turnopfer aus und setzte ihre Gegnerin mächtig unter Druck, doch das Ganze mündete nur in einem Endpiel, in dem sie mit der Dame gegen Turm, Springer, Läufer und einen Frei-bauern ums Remis (durch die Suche nach Dauerschach) kämpfen musste. Doch schon bald nach der Zeitkontrolle lebten beide Spielerinnen nur noch vom Inkrement, die Figuren tanzten wie magisch übers Brett und jegliches Ende schien unabsehbar. Eine Reklamation auf dreifache Stellungswiederholung erwies sich aber als Irrtum; doch als die Gegnerin gerade dazu ansetzte, ihre Figuren mit Aussicht auf Fortschritt im Zentrum zu massieren, überschritt sie nach 110 Zügen die Zeit.

Diese beiden glücklichen Zeitsiege lassen die Niederlage noch erträglich erscheinen, doch die Abstiegsgefahr wird langsam realer. Weitere Chancen dürfen wohl nicht mehr ausgelassen werden.

Baden-Baden gewann das Parallelspiel gegen Pankow überlegen mit 5:1 und konnte somit den punktgleichen Hamburger SK von der Tabellenspitze verdrängen.

Pflicht erfüllt

SV Hofheim – Karlsruher SF und Karlsruher SF – SC Bad Königshofen

27./28.10.2018 • 1. + 2. Runde, Hofheim • Von Veronika Kiefhaber

Der erste Doppelrundenspieltag in der Frauenbundesliga führte uns in diesem Jahr nach Hofheim. Trotz einer Autobahnsperrung und leichten Orientierungsproblemen innerhalb Hofheims schafften wir es, gerade noch rechtzeitig anzukommen. Im Spiellokal konnten wir uns an einem großartigen Büffet jederzeit stärken. Mit viel Liebe zum Detail umsorgten uns die Helfer im Hintergrund erstklassig.

Unterstützt wurden wir außerdem von ungewöhnlich vielen Fans: dem mitgereisten Nachwuchs (Emilie und Sophie Schmidt sowie Fabian Kiefhaber), unserem langjährigen Mannschaftsführer Wolfgang Gerstner mit Familie, inzwischen wohnhaft in Hofheim, und Anja Landenberger und Stefan Haas, die extra die weite Fahrt auf sich genommen hatten.

Ähnlich wie in der vergangenen Saison bestand unser Ziel am ersten Spieltag darin, zwei Punkte für den Klassenerhalt zu holen. Das gelang uns direkt in der ersten Runde am Samstag gegen Hofheim.

SV Hofheim 2018 2,5 : 3,5 Karlsruher SF 1984
1 Mar, Karmen 2112 0 : 1 Schmidt, Jessica 2253
2 Winterholler, Christina 2037 ½ : ½ Kiefhaber, Veronika 2115
3 Rößler, Ulrike 2058 1 : 0 Rubina, Tatiana 2000
4 Kushka, Alena 2140 1 : 0 Scheynin, Julia 1978
5 Barpiyeva, Gulsana 1977 0 : 1 Basovskiy, Jana 1766
6 Fröhlich-Dill, Astrid 1784 0 : 1 Mangei, Jasmin 1790

Unser Neuzugang Jana Basovskiy brachte uns an Brett 5 als Erste in Führung. Gegen die erfahrene Hofheimerin Barpiyeva spielte sie eine flotte Angriffspartie. Ein weiteres Mal siegte die Jugend an Brett 6: Jasmin Mangei verfügte gegen Astrid Fröhlich-Dill plötzlich über einen deutlichen Materialvorteil und brachte diesen sicher nach Hause. An Brett 1 setzte sich Jessica Schmidt routiniert gegen Karmen Mar durch. Leider war ich mit meiner eigenen Partie so beschäftigt, dass ich das Ende gar nicht mitbekam…

Ich selbst hatte an Brett 2 recht früh die deutlich bessere Zeit und dann auch einen Bauern mehr. Das reichte aber nicht zum Gewinn. Doch durch das Remis hatten wir die zum Sieg nötigen 3,5 Punkte erreicht und waren froh. Mehr wurde es leider dann nicht mehr. Unsere Mittelachse musste zwei Niederlagen hinnehmen: An Brett 3 unterlag Tatiana Rubina Ulrike Rößler, an Brett 4 setzte sich Alena Kushka gegen Julia Scheynin durch.

Am Sonntag spielten wir gegen Bad Königshofen, die am Vortag Baden-Baden ein Unentschieden abgetrotzt hatten.

Karlsruher SF 1984 0,5 : 5,5 SC Bad Königshofen 2211
1 Schmidt, Jessica 2253 0 : 1 Melamed, Tatjana 2356
2 Kiefhaber, Veronika 2115 0 : 1 Schöne, Maria 2121
3 Rubina, Tatiana 2000 0 : 1 Belenkaya, Dina 2274
4 Scheynin, Julia 1978 0 : 1 Gvanceladze, Anna 2265
5 Basovskiy, Jana 1766 0 : 1 Gromova, Julia 2200
6 Mangei, Jasmin 1790 ½ : ½ Frey, Alisa 2052

Das war leider eine sehr einseitige Angelegenheit. Eine Niederlage nach der anderen war zu vermelden: Den Anfang machte Tatiana an Brett 3. Sie hatte in der Eröffnung früh einen Bauern gewinnen können, dann jedoch nicht aufgepasst – und danach ging es schnell bergab. Es folgte Jessi an Brett 1. Ihre Gegnerin Tatjana Melamed spielte eine sehr überzeugende Partie, erreichte mit ruhigem Spiel und Geduld kleine Vorteile, bis Jessi ihre Figuren nicht mehr zusammenhalten konnte. Als nächste folgte Jana an Brett 5. Sie hatte mit Julia Gromova eine nominell deutlich überlegene Gegnerin, deren Erfahrung sich schließlich durchsetzte. Auch meine eigene Partie an Brett 2 gegen Maria Schöne war ziemlich einseitig: 4:0.

Julias Stellung an Brett 4 gegen Anna Gvanceladze sah lange Zeit haltbar aus, aber die Gegnerin spielte ideenreich und unangenehm.
Nach Julias Niederlage spielte nur noch Jasmin an Brett 6. Hier hatten wir große Hoffnung auf den ersten und einzigen vollen Punkt. Doch leider lief Jasmin die Zeit davon, und nachdem die beiden verbundenen Freibauern im Turmendspiel abhanden gekommen waren, blieb es bei einem halben Punkt für uns.

Im Nachbarkampf war es bei Baden-Baden gegen Hofheim noch einmal spannend geworden, doch Baden-Baden setzte sich letztendlich mit 4:2 durch.

In drei Wochen steht bereits die nächste Doppelrunde an. Die Gegner beim Heimkampf in Karlsruhe werden Rotation Pankow und der SK Lehrte sein.


Spielberichte früherer Saisons

Saison 2017/18
Saison 2016/17
Saison 2015/16