Seminar zum Breiten- und Schachtrainingspatent Groß, größer, DEM!

Am Sonntag, den 24.05.2026, fand das Breitenschachpatent der DSJ in Willingen statt. Vom Karlsruher Hauptbahnhof aus machte ich mich mit dem Zug auf den Weg. Nach einer langen Fahrt und dreimaligem Umsteigen kam ich um 17:30 Uhr am Bahnhof in Willingen an. Dort startete ich die Navigation zum Sauerland Stern Hotel. Zuerst dachte ich an ein kleines, altes und traditionelles Hotel. Umso überraschter war ich, als ich beim Aufrufen der Navigation das Hotel sah – und auch, als ich dann tatsächlich vor dem riesigen Hotel stand. Ich sollte mir das Zimmer mit Jakob, Maxi, Marko und Ivan teilen. Die Jungs waren aufgrund der DEM bereits einen Tag vor mir im Hotel. Deshalb wusste ich nicht ganz, wie das mit dem Schlüssel ablief. Daher ging ich erst einmal zur Registration vor der Spielhalle. Dort traf ich glücklicherweise auf Jeanette. Jeanette versorgte mich mit vielen Informationen, und ich war bestens vorbereitet. Danach machte ich mich mit meinem Gepäck auf den Weg zur Hotelrezeption. „Felix Groth“ war der Name, der den Damen an der Rezeption durch meine Zimmerkameraden bereits viermal aufgefallen war. Mit der fünften Zimmerkarte machte ich mich schließlich auf den Weg in den dritten Stock.Im Zimmer angekommen, traf ich dann auf die Jungs. Ich packte meinen Koffer aus und anschließend ging es in den Speisesaal zum Essen. Es gab Nudeln.

Um 19:30 Uhr startete in Raum K3 der erste Seminarteil. Wie immer fing alles mit einer Begrüßung und einigen organisatorischen Informationen an. Gegen 21:00 Uhr waren wir dann auch schon für den Abend fertig. Der Beginn von Teil 2 und auch alle weiteren Tage waren auf 9:00 Uhr angesetzt. So startete jeder Morgen gleich: Bis 9:00 Uhr gab es Frühstück. Unser Zimmer stand daher immer um 8:00 Uhr auf. Für mich ging es zum Seminar, der Rest war auf dem Weg zum Schachbrett. Beim Breitenschachpatent ging es, einfach gesagt, darum, wie man als Schachverein möglichst viele Zielgruppen anspricht und unter einem Dach zusammenbringt. Dabei lag der Fokus auf den Spielern, die nicht das Ziel haben, der nächste Magnus Carlsen zu werden. In Gruppen berieten wir uns immer zu verschiedenen Aufgaben und tauschten uns so untereinander gut aus. Es war erstaunlich zu sehen, wie groß der KSF ist und welche Möglichkeiten wir haben, von denen andere Vereine nur träumen können. Da war ich schon ziemlich stolz und berichtete fleißig über die Schachfreizeit oder das Leo-Lions-Kinderfest. Von 13:00 bis 14:30 Uhr war jedes Mal die Mittagspause angesetzt. In dieser Zeit und in den kleinen Pausen zwischendurch beobachtete ich die Partien meiner Zimmerkameraden über Lichess. Nach der Mittagspause erarbeiteten wir uns in Gruppen verschiedene Ideen für das Zusammenkommen im Verein, zum Beispiel ein KSF-Sommerfest. Um 19:30 Uhr startete das Abendessen. Später amüsierten wir uns im Zimmer mit „Wer wird Millionär?“ und verschiedenen Kartenspielen. Dann ging es ins Bett und der nächste Tag startete wie gewohnt. Nach dem Frühstück stellten unsere Gruppen die Ideen vom Vortag vor, und letzte kleine Themen und Fragen wurden behandelt. Um 12:30 Uhr war dann Schluss.

Das nächste Seminar startete am gleichen Tag abends um 19:30 Uhr. So hatte ich noch etwas Zeit und ging zusammen mit Jakob und Marko zur Bergrodelbahn.Auch erhaschte ich einen Einblick in die Vorbereitung von Jakob und Andi, die an verschiedenen Plänen für Schwarz nach der Eröffnung des Gegners feilten. Für mich war das total interessant. So stellte ich mir das nur in ein bisschen größer beim Kampf um den Weltmeistertitel vor. Später ging es dann noch zum Blitzen. Ich schaute nur zu – zum Glück. Denn wie jeden Abend startete das Seminar, diesmal zum Schachtrainingspatent, um 19:30 Uhr.Mein erstes richtiges Schachtraining! Es ging um den Aufbau eines Schachtrainings, die Bedeutung von Taktiktraining, Eröffnungen, Endspiele und noch vieles mehr. Auch die Art und Weise, wie man Kinder unterstützen sollte, wurde von Dienstagabend bis Donnerstagmorgen behandelt. Mal wurde etwas am Demobrett gezeigt bzw. geübt, wie man das Demobrett richtig verwendet und wie nicht. Mal ging es in Partner- oder Gruppenarbeit. Dann wieder ins Simultan oder an Aufgabenblätter zum Endspiel. Wie analysiere ich eine Partie mit einem Kind am besten? Und wann sollte man die Analyse lieber erst am nächsten Tag durchführen?So waren der Dienstag, Mittwoch und Donnerstag aufgebaut.Wir lagen super im Zeitplan und konnten pünktlich die Heimfahrt antreten. Ich verabschiedete mich noch von den Jungs und wünschte ihnen viel Erfolg. Es war ein riesiges und sehr interessantes Event, an dem ich teilhaben durfte. Eine klare Empfehlung für jeden Schachliebhaber!