Seminar zum sensomotorischen Training Mit 528 Stufen den Berg zum Seminar hinauf!

Samstag, 25.07.2026, Tag der Fortbildung „Sensomotorisches Training“.

Es ging bis ans Ende von Karlsruhe-Durlach. Dort stieg ich gegen 09:00 Uhr an der letzten S-Bahn-Station „Durlach Turmberg Talstation“ aus. Jetzt hatte ich noch eine Stunde Zeit, ein kleines Frühstück beim Bäcker zu holen und anschließend den großen Marsch den Turmberg hinauf zu meistern. Durch eine vorherige Google-Maps-Weganalyse war ich auf den Marsch vorbereitet gewesen, vor allem mit meinem frisch erworbenen Schoko-Croissant und den Brezeln vom Bäcker. So ging es dann mit Navi-Unterstützung auf den Berg. Nach ein paar Minuten hieß es dann: Treppensteigen. Alles gut und schön, jedoch hatte ich überhaupt keine Ahnung, wie viele Stufen noch vor mir lagen. So stieg ich die Treppen höher und höher, ohne ein Ende vor Augen zu sehen. Es wurde immer steiler und steiler – Treppen, soweit das Auge reicht. Nach 15 Minuten Treppensteigen schaffte ich es endlich nach oben. Dort ging es dann ohne Treppen noch die Straße entlang, bis ich verschwitzt und außer Puste an der Sportschule Schöneck ankam. Der Berg war bezwungen! Dann hatte ich noch eine gute halbe Stunde Zeit, bis das Seminar pünktlich um 10:00 Uhr anfing. Zuvor hatte ich einen Übersichtsplan des Grundstücks zur Orientierung erhalten. Nun fingen wir mit den üblichen organisatorischen Maßnahmen und einer kurzen Vorstellungsrunde an. Und schon wieder stach ich mit meinem vergleichsweise jungen Alter aus der Menge heraus. Auch war ich überraschenderweise die einzige Person, die als Repräsentant des Schachs dabei war. Der Raum war voll mit Fußballtrainern der älteren Generation. Jedoch lauschte jeder mit großer Neugier und Interesse, als ich über mein BFD bei den KSF berichtete. Nach der Vorstellung und den organisatorischen Dingen ging es auch schon in die Theorie der Sensomotorik. Wie sieht ein Muskel aus? Wie wird dieser gesteuert? Da ich letztes Jahr mein Biologie-Abitur sehr gut bestanden hatte, war ich voll dabei und konnte einiges über die Nervenleitung bereits aus meinem Wissen abrufen. Und so schnell kam es zur Mittagspause um 12:00 Uhr. Das Ratatouille sprach mich nicht besonders an, so genoss ich meine Brezeln und ein paar Kekse an der frischen Luft. Um pünktlich zum Praxisteil am Start zu sein, navigierte ich mich zur Schwimmhalle. Auf dem Weg führte es mich an einem Teich und einem großen Fußballfeld vorbei. In der Schwimmhalle war zunächst Umziehen in die Sportklamotten angesagt. Die Sensomotorik fand natürlich nicht im Wasser, sondern im Turnhallenbereich der Schwimmhalle statt. So starteten wir mit dem sensomotorischen Training der unteren Extremitäten. Ein paar Übungen zum Warmwerden, und los ging es! Wir standen erst ganz normal auf einem Bein, dann mit einer Wackelmatte unter den Füßen und schließlich in der Kniebeuge. Dazu gab es einige verschiedene Übungen. Für die ältere Generation gab es zwischendurch immer mal wieder eine Pause. Nach 90 Minuten gingen wir zu den oberen Extremitäten und dem Rumpf über. Auch hier kam es zu verschiedenen Übungen, wie zum Beispiel dem Halten mit einer Hand im Liegestütz. Der letzte Punkt des Tages war die Gruppenarbeit. Dort sollte man ein eigenes kleines sensomotorisches Training erstellen. Ich war mit einem motivierten Windsurfer-Paar im Team. So stellten wir ein Training fürs Windsurfen mit Widerstandsbändern zusammen. Nach der abschließenden Feedbackrunde ging es um 18:15 Uhr nach Hause – wieder den Berg und alle Treppen hinab. Eine durchaus andere Erfahrung! Wenn man sensomotorisches Training macht und zusätzlich Training für den Kopf, wie zum Beispiel Schach, betreibt, fördert das laut unserem lehrgangsleitenden Sportwissenschaftler die Denkleistung. Vielleicht sollte ich vor Beginn der Verbandsrunde anfangen, sensomotorisches Training zu machen. Dann werde ich am Brett zaubern können! Jedenfalls möchte ich das mal mit den Kindern in der letzten Stunde ausprobieren.