Bericht BFD-Projekt

Im Verlauf des BFDs sollte man sich ein eigenes BFD-Projekt ausdenken. Das kann ein Turnier, ein Ausflug oder etwas anderes Kreatives sein. Ich wollte jedoch keine einmalige Aktion, sondern etwas entwickeln, das langfristig genutzt werden konnte. Daher erstellte ich sogenannte Schachstempelkarten für die Kinder im Verein. Die Karte enthielt verschiedene Kategorien rund ums Schachspielen. Ein Beispiel war: „Ich kenne die goldenen Eröffnungsregeln.“ Wenn ein Kind die Regeln richtig vorzeigen konnte, bekam es dafür einen Stempel. Eine weitere Aufgabe war beispielsweise: „Ich kann mich gegen das Schäfermatt verteidigen.“ Auch hier musste das Kind die Lösung zeigen und erhielt anschließend einen Stempel. So arbeitete es sich Schritt für Schritt durch die gesamte Karte. War diese vollständig, wurde das Kind zum „Schachhelden“. Für uns Trainer bot die Stempelkarte gleichzeitig eine einfache Möglichkeit, den Lernstand der Kinder einzuschätzen. So ließ sich beispielsweise erkennen, ob ein Kind bereit für das Zwergenschachturnier (U7), das Sonntagsturnier oder sogar die Verbandsrunde war. Die Karte diente damit als Vorbereitung auf erste Turniererfahrungen und unterstützte die Trainer bei der Einschätzung der Spielstärke. Die Trainer erhielten eine klare Struktur, an der sie sich orientieren konnten. Gleichzeitig konnten die Kinder ihre Fortschritte Schritt für Schritt nachvollziehen und wurden durch das Sammeln der Stempel zusätzlich motiviert. Die Karten sollten daher allen Trainern zur Verfügung gestellt und jeweils an die unterschiedlichen Gruppen und Spielstärken angepasst werden. Auch in den Schach-AGs der Schule hätte die Stempelkarte eingesetzt werden können. Die Idee entstand aus dem Wunsch, den Trainern eine einfache Übersicht über den Lernstand der Kinder zu geben: Wo steht das Kind bereits und welche Fähigkeiten müssen noch trainiert werden? Die Stempelkarte verband diese Struktur mit einem spielerischen Element. War die Karte vollständig, konnte das Kind mit mehr Sicherheit an erste Turniererfahrungen herangehen. Für die Umsetzung musste ich die Karte zunächst gestalten, ausdrucken und den anderen Trainern zur Verfügung stellen. Anschließend holte ich Feedback ein und probierte die Karte im Training aus. Die fertige Stempelkarte wurde in der Trainingsgruppe bereitgestellt und konnte von allen Trainern genutzt werden. Sie musste lediglich ausgedruckt, ausgeschnitten und zum Training mitgebracht werden. Dort konnten die Kinder dann fleißig Stempel sammeln. Insgesamt lief das Projekt sehr gut. Sowohl die Trainer als auch die Kinder fanden die Stempelkarte gelungen. Die größte Herausforderung war allerdings die Gestaltung und Formatierung. Ein Stempelkreis war plötzlich größer als der nächste, einer zu klein und wieder ein anderer verschoben. Das verwendete Programm machte mir die Arbeit dabei nicht gerade leichter. Wenn schließlich alles an seinem Platz war, reichte entweder der Platz auf der Karte nicht aus oder die Schrift wurde zu klein. Um dieses Problem zu lösen, testete ich für eine Woche die Premium-Version des Programms. Dadurch hatte ich deutlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten und konnte die Karte schließlich ordentlich formatieren. Beim nächsten Mal würde ich wahrscheinlich direkt mit der Premium-Version starten. Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten war das Projekt für mich eine wertvolle Erfahrung. Neben der Entwicklung und Umsetzung einer eigenen Idee konnte ich dabei auch lernen, wie wichtig eine klare Struktur, Feedback und praktische Erprobung bei einem solchen Projekt sind. Und ganz nebenbei wurde auch meine Geduld im Umgang mit dem Computer ordentlich auf die Probe gestellt.

 

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