KSF 2 siegt gegen Slavija

Weiterer klarer Erfolg

Landesliga • Runde 4 • 14.1.2018 • von Michael Spieker

1 10 Karlsruher SF 2 (A) 2047 7 Slavija Karlsruhe 1786 6.77
1 18 Bastian,Martin 2103 3 Drakulic,Aleksandar 1998 ½ ½ 0.64
2 21 Inhoven,Stefan 2074 4 Cserba,Andras 1912 ½ ½ 0.72
3 22 Joeres,Stefan 2084 5 Sokerin,Andrej 1916 ½ ½ 0.72
4 23 Spieker,Michael 2054 7 Falk,Stephen 1791 1 0 0.82
5 25 Zimmermann,Paul 2018 9 Jovicic,Jovan 1689 1 0 0.88
6 26 Grofig,Patrick 2062 14 Drakulic,Slobodan 1409 1 0 0.99
7 27 Wiesner,Frank 2015 + k 1.00
8 36 Müller,Rudolf 1966 + k 1.00

Unser Gegner Slavija Karlsruhe trat nur zu sechst und ohne ihre starke Doppelspitze an. So waren wir haushoch favorisiert, was sich bald zeigte. Patrick gewann nach ca. einer Stunde mühelos und sorgte für die beruhigende 3:0-Führung. Stefan Joeres und Martin gaben ihre Partien früh remis, was angesichts der schwarzen Steine und ihrer eher etwas schlechteren Stellungen in Ordnung war. Der Gegner des Berichterstatters spielte den Sweshnikow-Sizilianer nicht optimal und geriet auf den weißen Feldern unter Druck. Er kam auf die Idee, die Qualität für etwas Spiel im Zentrum zu geben, was jedoch wegen des erzwungenen Damentauschs eindeutig zu wenig war. Der Berichterstatter befreite seine Türme und erstickte das Gegenspiel rasch – 5:1.

Die interessanteste Partie spielte Stefan Inhoven. Er setzte den Gegner am Damenflügel stark unter Druck und eroberte dort einen Bauern, wonach er auf der b-Linie einen Freibauern hatte. Der Gegner beseitigte seinerseits einen schwachen Bauern auf d3 und übte Druck im Zentrum aus. Stefan setzte weiter auf den Damenflügel, gab jedoch seinen Bauern auf e4, was wohl nicht optimal war. In einer hochkomplizierten Stellung mit beiderseitigen Grundreihenmotiven opferte der Gegner seine Dame für Turm und Leichtfigur und konnte dann eine gute Verteidigungsstellung aufbauen, in der Stefan nichts mehr ausrichten konnte und das Remis akzeptierte.

Ein unschönes Ende gab es bei Paul. Er hatte einen Mehrbauern in einem Endspiel mit Damen und jeweils einem Springer und lavierte etwas. Als der Gegner seinen Springer dreizügig einstellte, reklamierte er lautstark dreimalige Stellungswiederholung, was jedoch wegen eines inzwischen anders stehenden schwarzen Springers offensichtlich inkorrekt war. Dies sah er aber nicht ein, woraufhin sich Zuschauer, unter anderem Martin, einmischten und den Gegner auf den anders stehenden Springer hinwiesen. Nun griff Patricks Gegner ins Geschehen ein und monierte lautstark, dass Martin seinem Mannschaftskameraden Paul einen Zug vorgesagt hätte, was so aber nicht der Fall war, zumal der Gegner am Zug war. Dies führte zu endlosen Diskussionen, sodass Stefan Haas als Schiedsrichter eingreifen und Patricks Gegner des Saals verweisen musste. Aber auch draußen wurde munter weiter diskutiert; Pauls Gegner hatte derweil den Spielort mit seinem Partieformular verlassen und kehrte nicht zurück. Schließlich akzeptierten die anderen noch anwesenden Slavija-Spieler Pauls Sieg, sodass am Ende ein ungefährdetes 6,5:1,5 zu Buche stand.

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